Häufige Fragen rund um Photovoltaik
Die 14 wichtigsten Fragen und Antworten zu Solaranlagen, Speichern, Förderungen und Installation – verständlich erklärt.
Wie wähle ich die richtigen Solarmodule?
Bei der Auswahl der richtigen Solarmodule spielen mehrere Faktoren eine Rolle: der Wirkungsgrad (20-22% bei modernen Modulen), die Qualität und Zuverlässigkeit des Herstellers, die Garantiebedingungen sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir arbeiten ausschließlich mit namhaften Herstellern und beraten Sie individuell, welches Modul am besten zu Ihrem Dach und Budget passt. Achten Sie auf Zertifizierungen wie IEC 61215 und IEC 61730 als Qualitätsmerkmale.
Wie lange halten Solarmodule?
Moderne Solarmodule haben eine Lebensdauer von über 30 Jahren. Die meisten Hersteller geben eine Leistungsgarantie von 20-25 Jahren, die sicherstellt, dass die Module nach 25 Jahren noch mindestens 80-85% ihrer Nennleistung erbringen. Auch danach produzieren die Module weiterhin Strom – nur mit leicht reduzierter Leistung. Die Degradation beträgt typischerweise nur 0,3-0,5% pro Jahr.
Was ist ein Batteriespeicher?
Ein Batteriespeicher ist ein Lithium-Ionen-Akku, der überschüssigen Solarstrom speichert, den Sie nicht sofort verbrauchen. So können Sie Ihren Solarstrom auch abends, nachts und bei schlechtem Wetter nutzen. Der Eigenverbrauch steigt dadurch von ca. 30% auf bis zu 80%. Moderne Speicher haben eine Lebensdauer von 10-15 Jahren und können oft auch als Notstromversorgung dienen. Die gängigen Speichergrößen für Einfamilienhäuser liegen zwischen 5 und 15 kWh.
Welche Voraussetzungen muss mein Dach erfüllen?
Ihr Dach sollte folgende Voraussetzungen erfüllen: ausreichende Tragfähigkeit (Statik), eine möglichst geringe Verschattung durch Bäume, Schornsteine oder Nachbargebäude, sowie einen guten Zustand der Dacheindeckung. Ideal ist eine Südausrichtung mit 30-40 Grad Neigung, aber auch Ost-West-Dächer sind wirtschaftlich sinnvoll. Bei einer Vor-Ort-Begehung prüfen wir alle Faktoren und beraten Sie ehrlich, ob Ihr Dach geeignet ist.
Welcher Neigungswinkel ist ideal?
Der optimale Neigungswinkel für Solarmodule liegt in Bayern bei 30-40 Grad. Bei diesem Winkel treffen die Sonnenstrahlen über das Jahr verteilt am besten auf die Module. Aber auch Flachdächer (mit Aufständerung) oder steilere Dächer liefern sehr gute Erträge – der Unterschied zum Optimum beträgt meist nur 5-12%. Selbst bei einem Neigungswinkel von 20 oder 50 Grad ist eine PV-Anlage wirtschaftlich sehr attraktiv.
Wie lange dauert die Amortisation?
Eine Photovoltaikanlage amortisiert sich in der Regel innerhalb von 8-10 Jahren. Die Amortisationszeit hängt von mehreren Faktoren ab: Anlagengröße, Eigenverbrauchsanteil, Strompreis und ob ein Speicher vorhanden ist. Danach erwirtschaften Sie reinen Gewinn durch eingesparte Stromkosten und die Einspeisevergütung – und das für weitere 20+ Jahre. Mit unserem Solarrechner können Sie Ihre individuelle Amortisation berechnen.
Was ist die Einspeisevergütung?
Die Einspeisevergütung ist eine gesetzlich garantierte Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für Solarstrom, den Sie nicht selbst verbrauchen und ins öffentliche Netz einspeisen. Sie wird für 20 Jahre ab Inbetriebnahme plus das Inbetriebnahmejahr garantiert. Aktuell liegt die Vergütung bei ca. 8,1 Ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp (Teileinspeisung). Da der Eigenverbrauch finanziell deutlich attraktiver ist als die Einspeisung, empfehlen wir einen möglichst hohen Eigenverbrauchsanteil.
Muss ich meine Anlage im Marktstammdatenregister anmelden?
Ja, die Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Registrierung muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen. Ohne Registrierung kann die Einspeisevergütung gekürzt oder verweigert werden. Keine Sorge – SAN PV Solution übernimmt diese Anmeldung komplett für Sie als Teil unseres Rundum-Service.
Muss ich den Netzbetreiber informieren?
Ja, der zuständige Netzbetreiber muss vor der Installation über die geplante PV-Anlage informiert werden. Es muss ein Netzanschlussbegehren gestellt und die technischen Anschlussbedingungen (TAB) eingehalten werden. Nach der Installation erfolgt die Inbetriebnahme gemeinsam mit dem Netzbetreiber. SAN PV Solution übernimmt die gesamte Kommunikation mit dem Netzbetreiber für Sie – von der Anmeldung bis zur Inbetriebnahme.
Brauche ich eine Versicherung für meine PV-Anlage?
Eine spezielle PV-Versicherung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber sehr empfehlenswert. Sie schützt gegen Schäden durch Unwetter, Hagel, Blitzschlag, Diebstahl, Überspannung, Tierverbiss und Ertragsausfall. Oft kann die PV-Anlage auch über die bestehende Wohngebäudeversicherung mitversichert werden – fragen Sie bei Ihrer Versicherung nach. Eine separate Photovoltaik-Versicherung kostet typischerweise 50-150 Euro pro Jahr.
Gibt es Garantien auf die Anlage?
Ja, es gibt mehrere Garantien: Die Produktgarantie (10-15 Jahre) deckt Materialfehler und Defekte ab. Die Leistungsgarantie (20-25 Jahre) garantiert, dass die Module nach dieser Zeit noch mindestens 80-85% ihrer Nennleistung erbringen. Dazu kommt die Garantie auf den Wechselrichter (5-15 Jahre, oft verlängerbar). Wir verwenden ausschließlich hochwertige Komponenten mit umfassenden Garantiebedingungen namhafter Hersteller.
Ist der Netzbetreiber verpflichtet, meinen Strom abzunehmen?
Ja, nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist der Netzbetreiber verpflichtet, Ihren Solarstrom abzunehmen und die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung zu zahlen. Diese Abnahmepflicht und der Vergütungsanspruch gelten für die gesamte Laufzeit von 20 Jahren plus das Jahr der Inbetriebnahme. Der Netzbetreiber darf Ihren Anschluss nicht verweigern, sofern die technischen Voraussetzungen erfüllt sind.
Welche Förderungen gibt es 2025?
2025 gibt es mehrere attraktive Fördermöglichkeiten für Photovoltaik:
- EEG-Einspeisevergütung: Garantierte Vergütung für 20 Jahre für eingespeisten Strom
- Mehrwertsteuer-Befreiung: 0% MwSt. auf PV-Anlagen und Speicher seit 2023
- KfW-Kredite: Günstige Finanzierung über das KfW-Programm 270
- Regionale Förderprogramme: Verschiedene Landes- und Kommunalprogramme in Bayern
Wir informieren Sie umfassend über alle aktuellen Fördermöglichkeiten und helfen Ihnen bei der Antragstellung.
Was passiert bei einem Stromausfall?
Standard-PV-Anlagen ohne Speicher schalten sich bei einem Netzausfall aus Sicherheitsgründen automatisch ab (sog. NA-Schutz), um Techniker vor Stromschlägen zu schützen. Mit einem Batteriespeicher und einer Notstromfunktion können Sie jedoch auch bei einem Stromausfall weiterhin Ihren eigenen Solarstrom nutzen. Je nach System wird entweder ein Teil des Haushalts (Notstrom) oder das gesamte Haus (Ersatzstrom) versorgt. Wir beraten Sie gerne zu den verschiedenen Möglichkeiten.